Fahr ma auf die Wies’n

„Sus’n fahr ma zum Häusl — kannst ja Alexi mitnehmen !“ Omsky schaute mich auffordernd an. Mein spontaner “ ich mag nicht Gedanken“ wich dem „ui mit Alexi das könnte lustig werden Gedanken “ Alexi war meine erste Freundin. Wir lernten uns am Balkon im 8.Stock kennen. Sie war damals zwei und ich vier Jahre alt. Unsere Mütter sind bis heute beste Freundinnen .

“ Gut Oma, ich frag einmal ob Alexi mit uns mitkommen mag.“ Zu dem Zeitpunkt waren wir schon 11 und 13 Jahre alt. Mit Erlaubnis von Alexis Mama fuhren wir mit dem Bus nach Liebensdorf.

In Liebensdorf angekommen erkundeten wir den Wald. Bald waren wir auf der Suche nach spannenderer Unterhaltung. Jemanden einen Streich spielen… das wär’s. Da lief uns schon ein Opfer über den Weg, der Nachbarsjunge.

Wir trimmten Alexi schnell auf eine „Tussi“ erzählten Peter sie sei 16 Jahre alt. Alexi steckte jetzt in einer Hotpant an ihren Füßen steckten Stöckelschuhe, die Haare waren hochtoupiert. Alexi stolzierte im hohen Gras hin und her, Peter war hin und weg von meiner coolen Freundin.

Alexi und ich zogen uns dann ins Häusl zurück und lachten uns krumm.

Nach dem wir uns erholt hatten konzentrierten wir uns auf Omsky… sie sollte unser nächstes Opfer sein.

Oma hatte eine Flasche Schnaps in ihrer Kredenz, obwohl sie eine „Alk-Hasserin“ war.

Die Idee für den Streich war gleich geboren, wir nahmen die Flasche und spülten mit dem Obstler ordentlich unseren Mund aus. Wir kicherten und kugelten am Boden umher.

Alexi und ich spielten Omsky unsere Betrunkenheit vor . Sie war empört und stellte uns zur Rede. “ Was habt’s den getrunken ihr Lausmenscha?“ Je mehr Oma sich aufregte um so mehr kicherten wir.

„Haucht’s mich an!“ bestimmte Omsky ganz streng. Als sie den Schnaps roch wurde sie richtig böse. Das wollten wir auch nicht aber sie glaubte unseren Beteuerungen nicht.

„Gut wenn du uns nicht glaubst gehen wir!“

Alexi und ich nahmen eine Decke und maschierten zornig los. “ Omsky wird schon sehen wie das ist wenn wir weit weg sind…“

“ Du ich bin müde!“ sagte Alexi nach einer Weile. “ Gut dann legen wir uns auf die Wiese.“ Eine halbe Stunde beobachteten wir die Wolken schweigsam. Dann lachten wir bis uns die Tränen aus den Augen kullerten.

“ Geh ma wieder zurück, Oma kann ja nicht’s dafür. Am besten wir entschuldigen uns bei ihr.“ Alexi stimmte zu . Wir begaben uns auf den Heimweg. Von weitem sahen wir Omsky auf der Terasse mit dem Feldstecher. Sie hielt nach uns Ausschau.

“ Da seid’s ja wieder, kommt’s herein und trinkst a Milch.“ Omsky lächelte und ich umarmte sie.

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  1. „Na das ist eine Geschichte!“
    SUPERkaluistischhexpialedozius

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